Medienmacher
Andreas Sator hat die CEOs von Bluesky und Mastodon interviewt. Ein lesenswerter Einblick in die Sichtweisen alternativer, sozialer Medien: https://www.falter.at/zeitung/20260512/wir-sind-wie-vollkornbrot-aber-die-menschen-woll
Andreas Sator hat die CEOs von Bluesky und Mastodon interviewt. Ein lesenswerter Einblick in die Sichtweisen alternativer, sozialer Medien: https://www.falter.at/zeitung/20260512/wir-sind-wie-vollkornbrot-aber-die-menschen-woll
Cory Doctorow mit einem lesenswerten Beitrag zur unterbewerteten „Fact-Intensivity“ bei der Durchsetzung von Recht. Erzeugen Gesetze bei ihrer Durchsetzung einen hohen administrativen Aufwand, dann kann das die Wirkung der Gesetze stark einschränken.
Ein Problem, das er z.B. beim Kartellrecht (hoher Aufwand bei der Definition eines Marktes) oder rund um „Hass im Netz“-Gesetze (hoher Aufwand für Überprüfungen einzelner Beiträge und Gegenmaßnahmen durch Plattformen) sieht.
https://pluralistic.net/2026/03/25/fact-intensive/#market-definition
Ein lesenswerter Artikel über ein irisches Dorf, dessen Bewohner:innen gemeinsam beschlossen haben, Smartphones für Kinder zu verzögern.
Wie man ein „Collective Action Problem“ adressieren kann:
https://www.nytimes.com/2026/03/25/realestate/ireland-cell-phones-children.html
Hans Rauscher, wie immer sehr treffend, über eine richtungsweisende Gerichtsentscheidung in den USA zu Social Media & Verantwortung: https://www.derstandard.at/story/3000000314246/verantwortung-fuer-tech-oligarchen
inkl. Verweis auf den wie immer hörenswerten Nikolaus Forgó in Ö1: https://oe1.orf.at/player/20260326/826349/1774524677595
Das sind gute Nachrichten für Social Media in Europa: die spanische Igalia, ein globaler Treiber von Open Source Softwareentwicklung, hat bekanntgegeben, die Entwicklung des Eurosky Projekts zu unterstützen: https://www.igalia.com/2026/03/18/Advancing-the-AT-Protocol-in-Partnership-with-Eurosky.html
Eurosky baut eine europäische Implementierung des AT Protocols, auf dem u.a. das soziale Netzwerk Bluesky basiert.
„Enshittification“ beschreibt die Verschlechterung digitaler Services. Der norwegische Konsumentenschutz, Forbrukerrådet (Pendant zum österreichischen Verein für Konsumenteninformation VKI), hat das Thema kürzlich aufgegriffen und einerseits ein sehr unterhaltsames & sehenswertes Video dazu erstellt: https://vimeo.com/1168468796 – andererseits haben sie auch einen 100 Seiten starken Bericht, „Breaking Free“, veröffentlicht: https://www.forbrukerradet.no/breakingfree
Der Bericht ist lesenswert, vor allem wegen der zahlreichen Beispiele: IT-Unternehmen, Kundendienst, Automobilbranche, Computerspiele, Smart Home, Drucker, Dating Apps… die Liste ist lang und konkret. Der Bericht liest sich als eine Abrechnung des Konsumentenschutzes mit digitalen Geschäftsmodellen. Die Unehrlichkeit vieler Angebote ist den Autor:innen ein Dorn im Auge.
Die beschriebenen Gegenmaßnahmen: technische Interoperabilität, die Förderung von Alternativen (insbesondere Open Source Software und insbesondere über die öffentliche Beschaffung), starke Wettbewerbsbehörden (in Österreich die Bundeswettbewerbsbehörde BWB) mit entsprechenden Antitrust-Maßnahmen und die Rechtsdurchsetzung, vor allem auf EU-Ebene, z.B. rund um den Digital Markets Act. Es braucht also ein ganzes Puzzle an Maßnahmen und viele „kleine“ Schritte, um Digitalisierung & Internet (wieder) zu verbessern.
Die Perspektive des Konsumentenschutzes ist eine zentrale. Gleichzeitig steckt in einem besseren Internet auch viel wirtschaftliches Potenzial. Wie das aussehen und volkswirtschaftlich genutzt werden könnte, skizziert Cory Doctorow, Erfinder des Worts „Enshittification“, in einem ebenfalls lesenswerten Artikel am Beispiel Kanada. Die beschriebene Vorgehensweise kann genauso eine Inspiration für Europa sein: https://pluralistic.net/2026/01/12/disenshittification-nation-2/
„AI Slop“, KI-generierter Müll, nimmt im Internet massiv zu – auf sozialen Medien, in Foren, auf Videoplattformen etc.
Warum passiert das? Aufmerksamkeit ist die Währung des Internets. Wer Klicks generiert, verdient damit Geld.
Die Konsequenz: für ernstzunehmende Medien, Redaktionen, Blogs, usw. wird es noch schwerer, im Überangebot an Content durchzukommen und sich zu finanzieren. Ein zunehmendes Problem für unsere Gesellschaft.
Dazu eine sehenswerte Diksussion im c’t Magazin: https://www.heise.de/news/KI-Muell-flutet-das-Internet-c-t-uplink-11183867.html
Noch ein Artikel aus dem letzten Falter: in seiner Kolumne argumentiert Ruşen Timur Aksak für digitale Souveränität, am Beispiel der dystopischen Komödie Idiocracy.
Lesensert: https://www.falter.at/zeitung/20260210/unsere-dystopische-zukunft-hat-bereits-begonnen
Im Falter. Die Wochenzeitung aus Wien. erschien letzte Woche ein lesenswerter Artikel zum Smartphone und zu dessen negativen Konsequenzen: https://www.falter.at/zeitung/20260203/wie-uns-das-handy-kaputtmacht-und-was-dagegen-zu-tun-ist
Diese Woche hat Karl Voit einen Leserbrief als Replik veröffentlicht, in voller Länge hier: https://karl-voit.at/2026/02/08/Leserbrief-Probleme-durch-Soziale-Medien-ohne-Alternativen/
Alternativen aufzuzeigen ist wichtig und ich freue mich jedes Mal, wenn das Fediverse in einem Medium vorkommt.
Leonhard Dobusch (u.a. ORF Stiftungsrat) hat ein sehenswertes Video zum „Digital Independence Day“ gemacht, in dem er erklärt, was es mit dem Begriff „Enshittification“ auf sich hat, warum der Status quo digitaler Plattformen problematisch ist und was man tun kann & sollte, um gegenzusteuern:
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