Ruth und ich haben wieder einmal eine Podcast-Episode unserer Erinnerungslücken aufgenommen. Diesmal beschäftigen wir uns mit dem Kärntner Dorf Guntschach, das mehr als ein Jahr lang von der Außenwelt abgeschieden war 🏘
Anzuhören auf Apple Podcasts, Spotify und in den meisten Podcast-Apps 🎙
Shoutout für den Standard mit der aktuellen Wochenendausgabe. Schwerpunkt ist die europäische Wirtschaft und deren Zukunft – mit einigen wirklich gelungenen Beiträgen.
Eine nicht vollständige Auswahl:
Zahlen und Fakten zu Europas Forschung & Entwicklung, mit zahlreichen Beispielen, u.a. aus der Batterieforschung, der Stahlproduktion (voestalpine in Kapfenberg) oder zu Schweden als Innovations-Vorreiter (vor Jahren habe ich bei der FFG einen Austausch mit Schweden zu Digitalisierung initiiert; das Ergebnis findet sich noch immer online)
Ein optimistisches und gleichzeitig kritisches und daher sehr lesenswertes Interview zur wirtschaftlichen Lage mit Mario Holzner vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw), u.a. zur wichtigen Rolle von Energie für die europäische Industrie
Beiträge zu Mistral AI & Emmi AI und zu weiteren europäischen Firmen rund um AI (inkl. obligatorischem Linz-beginnt’s-Schmäh in der Headline 😏)
Eine Analyse zum „China Shock 2.0“ von Andras Szigetvari – das Thema China beschäftigt mich beruflich schon seit einiger Zeit. Das in der Analyse beschriebene Dilemma und die Forderung nach aktiver europäischer Industriepolitik ist ein wesentlicher Aspekt, den wir in dem Zusammenhang bei der Plattform Industrie 4.0 immer wieder diskutieren.
Verschiedene Artikel zu österreichischen „Hidden Champions“ mit ordentlichen Beschreibungen zu deren Schwerpunkten. Solche Firmen sichern unseren Wohlstand. Mit dabei einige wichtige Industriebetriebe, z.B. Bachmann, Bauer, TSA, Treibacher oder Silhouette
Ich beklage mich oft über die in Österreich viel zu oberflächliche Berichterstattung zu Industrie, Wirtschaftspolitik & Co. Diese Zeitung ist eine wirklich gelungene Abwechselung.
Daher eine große Kaufempfehlung meinerseits. Gerne mehr davon! 💪📰
IT-Security-Ikone Bruce Schneier hat kürzlich in einem lesenswerten Artikel seine Perspektive zu KI & Security niedergeschrieben.
tl;dr:
AI verstärkt Angreifende und Verteidigende, da beide Seiten automatisiert Schwachstellen finden können.
Für die verteidigende Seite bietet KI potenziell mehr Vorteile: Schwachstellen könnten automatisiert identifiziert werden, ihre Behebung kann Teil des regulären Softwareentwicklungsprozesses werden.
Die Möglichkeit für Patches und Updates ist zentral: „If the defense can find, but can’t reliably patch, flaws in legacy software, that’s where attackers will focus their efforts.„
Optimistische Zukunftsszenarien erfordern die Zusammenarbeit und Bündelung finanzieller & personeller Ressourcen, z.B. um Sicherheitslücken KI-gestützt aufzuspüren.
Für den produzierenden Bereich ergeben sich aus meiner Sicht einige Implikationen:
Die zunehmende Verschmelzung von IT & OT erfordert steigende Softwarequalität. Beim IIoT war Security nicht immer prioritär. Das wird sich (schnell) ändern müssen.
Die Software Bill of Materials wird wohl an Bedeutung gewinnen: das langfristige Wissen darüber, welche Software-Bausteine, Frameworks & Co. in der Produktion im Einsatz sind, ist essenziell.
Last but not least: der Bedarf nach firmenübergreifender Kooperation nimmt zu. Das ist kulturell nicht immer einfach, aber nur gemeinsam kann man ausreichend Ressourcen mobilisieren, um Sicherheitslücken proaktiv zu finden und zu beheben.
Ein lesenswerter Artikel über die Ausgestaltung des Breitbandausbaus in den USA, in Deutschland und in der Schweiz: der „freie Markt“ wird überall promotet, die Ergebnisse variieren immens.
Meinem Verständnis nach orientiert sich Österreich am ehesten an Deutschland:
Was kann man selbst gegen permanente Datensammlung & omnipräsentes Tracking tun? Keine Apps verwenden, sondern Web-Versionen von Programmen & Services:
New York City will eine Steuer auf Zweitwohnsitze einführen, i.e. eine vermögensbezogene Steuer. Die US-Podcaster Scott Galloway & Ed Elson diskutieren das in ihrem Podcast – eine hörenswerte & differenzierte Diskussion:
Diese Entwicklung hat z.B. Martin Andree in seinem Buch „Big Tech muss weg!“ 2023 vorhergesagt: digitale Plattformen zerstören immer mehr die Finanzierungsgrundlage für Journalismus. Politische Gegenmaßnahmen sind notwendig.
Das liberale US-Medium The American Prospect hat sich dazu entschieden, keine verhaltens- und profilbasierte Werbung mehr auf ihrer Webseite einzubinden.
Warum? tl;dr: kein Bigtech-Support mehr, mehr Datenschutz und weniger Tracking, weniger Anreiz für Clickbait-Journalismus.
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