„AI Slop“, KI-generierter Müll, nimmt im Internet massiv zu – auf sozialen Medien, in Foren, auf Videoplattformen etc.
Warum passiert das? Aufmerksamkeit ist die Währung des Internets. Wer Klicks generiert, verdient damit Geld.
Die Konsequenz: für ernstzunehmende Medien, Redaktionen, Blogs, usw. wird es noch schwerer, im Überangebot an Content durchzukommen und sich zu finanzieren. Ein zunehmendes Problem für unsere Gesellschaft.
Moderne Produktionsanlagen – mit Robotik, Automatisierung, Digitalisierung etc. – sind beeindruckend, auch in Europa. Nationale und mediale Aufmerksamkeit erhalten sie hierzulande aber selten. Ich denke, wir müssen auch in Österreich mehr zeigen, wie Industrie heute aussieht, welche Technologien zum Einsatz kommen und wie Produkte entstehen. Tage der offenen Tür, Werksführungen, etc. sind dafür wichtig, viele Menschen waren noch nie in einer Fabrik.
Ein Positivbeispiel: Diese Woche habe ich an einer Besichtigungstour in der voestalpine in Linz teilgenommen. Wenn man in einem Warmwalzwerk glühenden Stahlbrammen mit >1000°C bei ihrer Verarbeitung zusehen kann, dann ist man selbst als produktionsaffiner Mensch fasziniert.
Der Bus in Linz war übrigens fast voll. An einem Mittwoch Vormittag. Ein gutes Zeichen.
Vor einigen Jahren war das bedingungslose Grundeinkommen ein großes Diskussionsthema. Der potenziell negative Arbeitsanreiz war meist Teil der Diskussion. Beim Thema Erbschaften wird darüber selten diskutiert. Erfreulicherweise gerade im Standard durch Ulrike Famira-Mühlberger und Jürgen Janger vom Wifo:
Noch ein Artikel aus dem letzten Falter: in seiner Kolumne argumentiert Ruşen Timur Aksak für digitale Souveränität, am Beispiel der dystopischen Komödie Idiocracy.
Die ganze Woche schon wird auf Social Media der Einstieg von Peter Steinberger (OpenClaw) bei OpenAI heiß diskutiert. In den meisten Fällen dominiert die Einseitigkeit („Unternehmer werden in Europa mit Füßen getreten„, „Wieder ein Startup Bro, dem Sicherheit egal ist„, etc.). Eine nicht einseitige und hörenswerte Einordnung machen dafür Jakob Steinschaden und Clemens Wasner in ihrem „AI Talk“: https://www.trendingtopics.eu/steinberger-kontroverse/
Too long; didn’t listen:
Beim Fall Steinberger geht es weniger um Startups als um Open Source Softwareentwicklung; der Abgesang auf Europa durch seinen Jobwechsel ist fehl am Platz.
Das ORF-Interview bei Armin Wolf war kritisch und das ist auch die Aufgabe der Zeit im Bild; gleichzeitig gibt es in Österreich ein Problem zu Technologiebildung.
Österreich und Europa sind im Open Source Bereich gut aufgestellt; die Unterstützung für Unternehmen und Geschäftsmodelle ist aber zu gering, häufig bleiben nur Lippenbekenntnisse.
Ergänzung von meiner Seite: im politischen Diskurs steht bei Open Source meistens die öffentlichen Verwaltung im Mittelpunkt. Das ist schon wichtig, aber der potenzielle wirtschaftliche Hebel und die Wertschöpfung durch entsprechende Geschäftsmodelle sind mindestens so relevant. Unser Zugang dazu muss sich ändern, denn gerade im Umfeld der Produktion („Rückgrat der Wirtschaft“, „Hidden Champions“ usw.) gäbe es hier sehr viele Möglichkeiten.
Alltagsgegenstände fallen nicht auf. In deren Design und Produktion stecken allerdings oft Jahrzehnte an Entwicklungsarbeit. Ein lesenswerter Blogpost zur Entwicklungs- und Produktionsgeschichte von Plastikflaschen – der Artikel zeigt, wie viel Prozess-Knohow notwendig ist, um Güter des täglichen Bedarfs zu optimieren und dadurch Ressourcen einzusparen:
Ein lesenswerter Artikel über die Wettbewerbspolitik der EU: Wettbewerb hat qualitativ verschiedene Dimensionen – in den USA wird meist auf Marktkapitalisierung und -dominanz fokussiert. Das nachzuahmen ist für Europa nicht sinnvoll. Stattdessen sollte sich die EU darauf fokussieren, möglichst vielen Unternehmen bessere Wettbewerbsbedingungen für Produktivität und Innovation zu ermöglichen und Monopolbildungen zu verhindern. Auch in der Digitalisierung.
Ein lesenswerter Beitrag zum Problem der Überkapazitäten Chinas in der Industrieproduktion. 24% der chinesischen Industriebetriebe produzierten laut Artikel 2025 defizitär – die Unternehmen werden aber subventioniert, ihre Produkte, z.B. Autos und Solarpaneele, landen zu Billigstpreisen u.a. am europäischen Markt, wo täglich bis zu 500 Produktionsjobs verloren gehen.
Im Artikel wird auch erwähnt, dass „das österreichische Gesundheitssystem“ Matrix nutzen würde. Falls jemand dazu etwas weiß, freue ich mich über ein Info!
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